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 SKK Kleeblatt-PhönixFürth gegr. 1925      

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        Aus der Festschrift 60 Jahre SKK Kleeblatt von 1985:

   Chronik des SKK Kleeblatt

Zwei Jahre nach der ersten Geldentwertung, im Jahre 1925, gründeten die Herren                                                                Enßner, Güllich, Steiner, Kamm und Jäcklein                                                                        einen Kegelklub, der sich unter dem Namen  
                 “Spielvereinigung”                                                                                         dem Verein Fürther Sportkegler anschloß. Aus Vereinsgründen mußte 1930 der bestehende Klubname geändert werden; man nannte sich fortan                                                                            Sportkegelklub KLEEBLATT.                                                                                   Die sportliche und gesellschaftliche Entwicklung - schon zwei Jahre nach der Gründung war der Mitgliederstand auf 21 Sportkameraden angewachsen - bewegte die Klubführung dazu, sich auf Bayerns Ebene am Sportgeschehen zu beteiligen.                                     Der größte Erfolg aus dieser Zeit war der Gewinn des                                                                                            “Thurn und Taxis-Pokal”.                                                                                       Die 3-er Mannschaft bestehend aus den Spielern Enßner, Hahn und Albert Lösel, durfte den Goldpokal aus der Domstadt Regensburg mit nach Fürth nehmen.                                                                                                          Die größte Bewährung bestand der Klub in der Zeit der großen Arbeitslosigkeit. Die wirtschaftliche Flaute hatte auch vor dem      SKK KLEEBLATT nicht Halt gemacht. Finanzielle Opfer mußten aufgebracht werden, um die Mitgliedschaft zu erhalten. Einige Mitglieder übernahmen die Patenschaft für die finanziell schwachen Angehörigen des Klubs. Mit dieser Solidarität wurde die Grundlage für eine untrennbare Gemeinschaft geschaffen; ein Verdienst derjenigen Männer, die sich dem Wohle des Kegelsports verschrieben hatten.                                                                                    Mit der Regierungsübernahme der Nazionalsozialisten kam in Jahre 1934 jäh das Ende unseres mühsam aufgebauten Kegelsports. Durch Verbot aller Vereine und Einrichtung von Betriebssportgemeinschaften gehörte der herkömmliche Kegelsport der Vergangenheit an.
Erst im Jahre 1949 konnte an den Wiederaufbau der Keglereinheiten gedacht werden. Wieder war es Sportkamerad Matthias Enßner, der die Gelegenheit wahrgenommen und die Neubelebung des                SKK KLEEBLATT möglich gemacht hat. Ihm gebührt größter Dank. 1950 gab er dann das Amt des Vorstands ab; an seine Stelle wurde     Albert Lösel gewählt.                                                                                                   Unser Kegelklub wurde in den folgenden Jahren wieder sehr aktiv. Anläßlich des 25-jährigen Jubiläums stiftete der damalige Oberbürgermeister Dr. Bornkessel einen Wanderpokal, der bis ins Jahr 1958 bei verschiedenen Turnieren zur Ausspielung gekommen ist. Bei der letzten Austragung ging der Pokal in den Besitz des SKK KLEEBLATT über.                                                                                                                      Besonderer Stolz der Klubführung war jedesmal die große Beteiligung an den Turnieren. 110, einmal sogar 120 Mannschaften hatten gemeldet; das sprach für die Beliebtheit des SKK KLEEBLATT. Zur Abwicklung dieser Turniere war uneingeschränkte Bereitschaft der Verantwortlichen erforderlich.                                                                                                            Ohne Jugend ist der Bestand einer Sportgemeinschaft kaum denkbar! Dieses Problem wurde von uns frühzeitig erkannt. 1950 wurde deshalb eine Jugendmannschaft gegründet, die unter der Leitung und Betreuung der bewährte Sportkameraden Heinrich Güttinger und Kurt Pesoldt stand.                                                                                                                Neben den großen sportlichen Aufgaben (über hervorragende Erfolge wird an anderer Stelle der Festschrift berichtet) hat der Klub auch an die Pflege der Geselligkeit gedacht. An Maskenbälle, Maifeiern, Ausflüge und andere Veranstaltungen werden sich die Kleeblättler und ihre Gäste gerne erinnern.                                                                                                                 Ein Zentrum für den Fürther Kegelsport wurde 1965 mit dem Bau einer   4-Bahnen-Anlage durch den MTV Fürth geschaffen, der wenig später    3 weitere Bahnen folgten. Solidarisch hatten sich alle Klubs zum Eintritt in den MTV bereiterklärt, um endlich in den Genuß ordentlicher Bahnen zu kommen.                                                                                                                  Inzwischen erfolgte der Bau weiterer Großanlagen durch Fürther Sportvereine, sodaß das Angebot an Sportstätten für Kegler erweitert wurde. Im Februar 1974 verlegten wir unser sportliches Wirken auf die   4-Bahnen-Anlage des SV Fürth-Poppenreuth. Hier sind wir inzwischen heimisch geworden.                                                                                                          Der 7. Juni 1975, am Festabend des 50jährigen Jubiläums, war in der Klubgeschichte ein besonderer Höhepunkt: die Ernennung unseres      1. Vorstandes Albert Lösel zum Ehrenvorstand. Mit dieser Ehrung bedankten sich die Mitglieder für die 25jährige verdienstvolle Vorstandstätigkeit. Im gleichen Jahr wurde Gerhard Strohm als neuer Klubvorstand gewählt.                                                                                                        Bei den idealen Bedingungen der Sportanlage des SV Fürth-Poppenreuth bot sich die Möglichkeit an, wieder Jugenarbeit zu betreiben. Mit der großzügigen Unterstützung des SV Fürth-Poppenreuth gründeten     Adolf Lösel, der Sohn des Ehrenvorstandes, und der neue       Vorstand Gerhard Strohm im November 1975 eine Jugendabteilung. Wie bekannt ist jeder Anfang schwer. Nachdem aber einige jugendliche Angehörige und Verwandte von Mitgliedern den Grundstock bildeten und dann nach und nach Freunde und Bekannte dazu kamen, herrschte auf den Kegelbahnen und als Ausgleich auf dem Fußball-Kleinfeld bald ein reger Sportbetrieb. Die aktive Betreuung der beiden Gründer trug im Laufe der Zeit auch die erhofften Früchte. Es wurden Meistertitel nach Poppenreuth geholt, bzw. für den SKK Kleeblatt errungen.                                                                                     Durch den systematischen Einbau der Nachwuchskegler in die          4 Mannschaften des SKK Kleeblatt wurde ihre Wettkampferfahrung weiter verbessert. So konnte die 1. Mannschaft mit einer Mischung aus erfahrenen Routiniers und talentierten Junioren ab 1981 eine direkte Aufstiegsserie von der Bezirksliga B-Süd bis zur Regionalliga Mfr./Opf der drittgrößten Liga Bayerns, schaffen.                                                                                        Aber nicht nur im sporlichen Bereich war der SKK Kleeblatt aktiv; auch für Verwaltungstätigkeiten stellten sich schon seit Jahren immer wieder Kleeblatt-Mitglieder für den Verein Fürther Sportkegler zur Verfügung. Besonders ist hier Walter Köhler zu erwähnen, der seit 1978           1. Vorsitzender des Verein Fürther Sportkegler ist und zusätzlich seit 1981 das Amt des Bezirksvorsitzenden von Mittelfranken bekleidet.                                                                        Im Jahr 1984 wurde unser ältestes und immer noch aktives Mitglied   Karl Wirth für die selten erreichte 50jährige Mitgliedschaft im DKB vom SKK Kleeblatt und vom Verein Fürther Sportkegler zum Ehrenmitglied ernannt.                                                                                                                                                                    Wenn auch im Jubiläumsjahr der Klassenerhalt in der Regionalliga nicht geschafft wurde, so wird uns der Abstieg ind die Bezirksliga nicht mutlos machen. Denn im sportlichen Bereich wird im Laufe der Klubgeschichte der Erfolg und die Niederlage immer abwechseln, aber die Kameradschaft und der Zusammenhalt der Mitglieder wird immer bestehen bleiben. Dies haben die Kleeblatt-Mitglieder über 6 Jahrzehnte bewiesen. Sie können mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken.                                                                                           In diesem Sinne dem SKK Kleeblatt und den Mitgliedern ein      “Glück Auf” für die Zukunft.
Gerhard Strohm